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Veranstaltungsrückblick „F+E in der Unternehmenspraxis“ - Keine Angst vor Fördermitteln

Trotz gut gefüllter Fördertöpfe der öffentlichen Projektträger, stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Fördermitteln häufig skeptisch gegenüber. Dabei stellen diese in vielen Fällen eine gute Gelegenheit dar, innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben durchzuführen.

Über 20 Unternehmensvertreter der Region folgten nun der Einladung von Engineering-High-Tech-Cluster und Zeitsprung IT-Forum Fulda zur Veranstaltung "F+E in der Unternehmenspraxis – Best-Practice für Forschungs- und Kooperationsprojekte", um praxisnah zu erfahren, wie man als mittelständisches Unternehmen Fördermittel für Entwicklungsvorhaben erfolgreich einsetzen kann. Als Erfolgsbeispiel diente dabei ein kürzlich abgeschlossenes Projekt der Werner Schmidt GmbH.
Joachim Hauß, Geschäftsführer des Fuldaer Automobilzulieferers und Dr.-Ing. Jörg Stahlmann, Gründer und Gesellschafter der ConSenses GmbH aus Darmstadt, berichteten im Rahmen der Veranstaltung ausführlich von ihren Erfahrungen aus dem gemeinsamen Projekt.

Das dabei entwickelte sensorische Verbindungselement sei „sehr gutes Ergebnis" und „ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0", zeigte sich Hauß zufrieden. „Ausgangspunkt des Projektes war unser Wunsch nach einem verbesserten Verfahren zur Erkennung von Fehlern in der Produktion. Das Thema Förderung spielte dabei zunächst keine Rolle, bot uns aber eine gute Gelegenheit, einen Teil unserer Entwicklungskosten wettzumachen."

Der häufig angeführte bürokratische Aufwand sei dabei „gut zu bewältigen", waren sich Hauß und sein Stahlmann einig. Natürlich gäbe es einzelne Aspekte bei der Projektabwicklung, die aus Unternehmenssicht nicht immer nachvollziehbar seien, grundsätzlich blickten Hauß und Stahlmann aber sehr positiv auf das erfolgreiche Projekt zurück. „Nach den guten Erfahrungen haben wir inzwischen gemeinsam ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht", so die beiden Geschäftsführer, die sich bereits aus gemeinsamen Studienzeiten kennen.

Hilfreich sei es, einen projekterfahrenen Partner an seiner Seite zu haben. Gute Anlaufpunkte sind hier insbesondere Hochschulen und Universitäten. Dort gibt es in der Regel eigene Abteilungen, die sich mit Förderprojekten befassen. „Auch unsere Technologie-Cluster Zeitsprung und Engineering-High-Tech-Cluster unterstützen gerne bei der Suche nach einem passenden Projektpartner", ergänzte Regionalmanager Christoph Burkard. Darüber hinaus sind die Projektträger selbst gute Adressen für eine unverbindliche Erstberatung.

Ohnehin sei eine gute Kommunikation mit den Fördermittelgebern über alle Projektphasen hinweg - von der Antragsstellung bis zum Abschluss des Projektes - sehr wichtig. „Auftretende Schwierigkeiten, beispielsweise bei Dokumentationspflichten, können so häufig pragmatisch gelöst werden", zeigte sich Joachim Hauß mit der Betreuung durch die zuständige Hessen Agentur zufrieden.

Einen Fehler dürfe man jedoch nicht begehen, „das eigene Unternehmen darf wirtschaftlich niemals allein von Fördermitteln abhängig sein", warnte Stahlmann. Es sei außerdem wichtig, bereits im Vorfeld des Projektes mit den involvierten Partnern mögliche Verwertungsrechte für technologische Entwicklungen vertraglich zu regeln.

Den abschließenden Imbiss nutzten die Teilnehmer für gute Gesprächen und einen tiefergehenden Erfahrungsaustausch in angenehmer Atmosphäre.

 

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